Geschichte der Schule

kochkurse

Schulchronik

Der Beginn - 1910

1883: Hauswirtschaftliche Kurse in Klagenfurt und Dornbirn

1900: Gründung einer Kochschule der Genossenschaft der Wiener Gastwirte

1901: Erste Wiener Kochschule mit 20 Schülerinnen im Souterrain des Gebäudes der Genossenschaft der Gastwirte, Wien I, Kurrentgasse 5

Erstes Seminar zur Ausbildung von Lehrerinnen an Koch- und Haushaltungsschulen gegründet.

1907/ 1909: Gründung ähnlicher Schule in Brünn und Krakau

RR Olga Hehs


 

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Aufbau und Wanderjahre: 1910 - 1945

Dauer der Ausbildung

1913: 5 - bzw. 10 Monate

1915: 1 Jahr

1920: drei Jahre, "Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe - mit Berücksichtigung einer umfassenden Allgemeinbildung

1913: Im Jänner erschien eines der berühmtesten Kochbücher der österreichischen Kochkunst, die "Wiener Küche" von Olga und Adolf Hehs.
1921: Übernahme der Genossenschaftsschule der Gastwirte durch die Republik Österreich, in Form der "Zentrallehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe" unter der Führung von Frau Regierungsrat Olga Hehs. Die Schule unterstand dem Bundesministerium für Handel und Verkehr und befand sich noch immer in dem großen, dreistöckigen Wohnhaus in der Kurrentgasse, das zu Schulzwecken adaptiert worden war. Jedes Jahr lagen 100 bis 120 Anmeldungen vor, wovon maximal 30 berücksichtigt werden können. Die dreimonatigen Kochkurse waren im Souterrain untergebracht. In allen Küchen befanden   
sich Kohlenherde und ein Gasherd. Im Keller war die Waschküche mit kohlebeheiztem Kessel
und Waschtrog untergebracht. Auch Mädchen, die nicht aus Wien kamen, hatten wegen des Internats die Möglichkeit die Schule zu besuchen.

Während des 1. Weltkrieges wurden Vorträge und Kurse abgehalten, um allen Hausfrauen das Wissen zu vermitteln, das sie jetzt brauchten, um mit den rationierten Lebensmittelmengen das Auslangen zu finden.

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1939: Neues Schulgebäude: Wien III., Rennweg 31 im Kloster des Sacre Coeur

1941: 11. August Beschlagnahmung des Gebäudes durch die Deutsche Wehrmacht und Umwandlung in ein Lazarett. Der neue Schulstandort entstand im Gebäude der Berufsschule in der Mollardgasse.

1944: 5. November Bomben zerstörten jenen Teil des Gebäudes, wo die Höhere Staatslehranstalt untergebracht war. Man übersiedelte also mit dem Wenigen, das man noch hatte - der meiste Teil war ein Raub der Flammen geworden - in die Staatsgewerbeschule Wien I, Schellinggasse 13 und in die Übungsschule der Lehrerbildungsanstalt,
Wien I, Hegelgasse 14. Trotz unzureichender Raumverhältnisse und Kriegswirren fand bis April 1945 ein relativ geordneter Unterrichtsbetrieb statt.

Ab 25. April 1945 übernahm Maria Benko (Fachvorständin) die Leitung der Schule.

1945: Im Herbst übersiedelte man wieder. Diesmal in die Räume des Mädchen-Realgymnasiums, Wien VIII, Albertgasse 38, wo jeden Nachmittag Unterricht gehalten werden konnte. Die Wiener Elektrizitätswerke überließen der Anstalt ihre musterhaft eingerichtete Lehr- und Versuchsküche in Wien IX, Mariannengasse 4 für den praktischen Unterricht. Das Gleiche tat auch das Gremium der gewerblichen Privatlehranstalten in Wien I, Gonzagagasse 15.

Der Wiederaufbau 1945 - 1946

1945: 6 Klassen - 1950 bereits 23 Klassen HR Maria Benko

1946: Übersiedlung der Schule in die ehemaligen Luftschutzschule in Grinzing Wien XIX, Straßergasse 37 - 39     

Der neue Schulstandort und seine Geschichte

1926 gelangte das Grundstück durch Schenkung in das Eigentum des Vereines "Österreichisches Landeserziehungsheim" und ging 1938 in das Eigentum des Reichsluftschutzbundes über.
Im Februar 1946 erfolgte dann die Rückstellung in das Eigentum der Stadt Wien.
1962 erwarb der Bund diese Liegenschaft - 1966 wurde sie Eigentum der Republik Österreich.

Es zeigte sich aber schon sehr bald, dass auch dieses neue Heim die Raumnot nicht beheben konnte, um so mehr man ständig bemüht war, die Qualität der Ausbildung zu verbessern und ein umfangreicheres Bildungsangebot zu schaffen.
Das beweist die 1948 geschaffene vierjährige Hauswirtschaftsschule mit Reifeprüfungsabschluss.

Die Schule wächst 1946 - 1963

1946 - 1963: 10 hauswirtschaftliche Klassen des ehemaligen, zuerst auf privater Basis, später
staatlich geführten Wiener Frauenerwerbsvereins,
Wien IV, Wiedner Gürtel 68 - gegründet 1966, der Direktion der Höheren
Bundeslehranstalt für hauswirtschaftliche Frauenberufe, Wien XIX unterstellt.

1946: Anfang September übersiedelte die Bildungsanstalt für Hauswirtschaftslehrer nach Türnitz.
Gleichzeitig begannen auch 80 Mädchen der 1. und 2. Klasse der Hauswirtschaftsschule in Türnitz ihre Ausbildung. Die Expositur Türnitz verblieb bis 1963 unter der Direktion von Wien XIX, Straßergasse.

Die Bedeutung des Fremdenverkehrs stieg immer mehr an - spezielle Kochkurse und Fremdsprachentage - an diesen wurde im gesamten Schulbereich nur in der Fremdsprache gesprochen - wurden eingeführt.

1947: Patenschaft mit der amerikanischen Schule "Girls' Trade and Technical High School" Milwaukee.
Geplant war ein reger Gedankenaustausch in Form von Briefen und Zeichnungen, sowie wirtschaftliche Hilfe.

Das neue Schulgebäude 1964 - 1969

1961: Bau eines neuen Schulgebäudes wurde bewilligt
1962: Ausschreibung eines öffentlicher Wettbewerbs - das Projekt von Architekt Dipl. Ing. Ernst Schuster und Architekt Konrad Gollob gewann den Wettbewerb. Das neue Schulgebäude sollte anstelle der alten Baracken entstehen, daher fand von 1963 - 68 der praktische Unterricht in Wien XVIII, Kalvarienberggasse 28 statt - das Internat konnte ebenfalls hier untergebracht werden.
Der theoretische Unterricht wurde in Wien XVI, Abelegasse 29 abgehalten.

1964: 23. Oktober Spatenstichfeier

1965: Im März begann man mit dem Rohbau, der nach 10.Monaten Bauzeit abgeschlossen war. Nach 2 Jahren war auch der Ausbau fertig.

1968: Im September konnte der Schulbetrieb aufgenommen werden, obwohl noch immer die Bauarbeiten in Garten und Turnsälen andauerten.
1968/69: In diesem Schuljahr wurde der 4-jährigen Schultyp durch einen 5-jährigen - damals noch "Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe" ersetzt.
1969: 6. Oktober feierliche Eröffnung des neuen Schulgebäudes
Vom gesamten Schulareal (16.817 m²), mit einer Höhendifferenz von 15 m, wurden circa 1/3 (5.368m²) verbaut. Zum Vergleich: früher fasste der umbaute Raum 6.835 m³ in Form von Massivgebäuden und 5.575 m³ in Form von Holzbaracken;
die Gebäudegröße der neuen Schule fasst hingegen 74.467 m³, also 6 mal soviel.

Die Schulfront hat eine Länge von 117 m.

Die Baubeschreibung gibt auch Aufschluss über die geplante Raumaufteilung in Schule und Internat zum Zeitpunkt der Bauübergabe.

Schule: 24 Klassen, 15 Lehrsäle, 8 Lehrküchen, 1 Turnsaal, 1 Gymnastiksaal, 3 Pausenhallen, 2 Betriebsküchen, 1 großer Speisesaal, 1 Glashaus, Lehrgarten, Pausenhof, Turnfreifläche und weitere 154 verschiedene Räumlichkeiten
im Schulgebäude.

Internat: 63 Internatszimmer und weitere 59 verschiedene Räumlichkeiten
im Internatsgebäude.
 


 

Veränderungen 1970 - 2000 Der Wandel der Zeit erweiterte die qualifizierte Ausbildung in Richtung


Berufstüchtigkeit bzw. Chancengleichheit - Einführung von gemischten Klassen, Änderung des Schulnamens auf die geschlechtsneutrale Bezeichnung "Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe".

1970: Gründung des Verbands der Absolventinnen und Absolventen    
Frau HR Mag Candida Schlemmer übernimmt nach Frau HR Mag Hilde Russ die Direktion

1972: Erster Schulball der HBLA Wien XIX (Parkhotel Schönbrunn)

Frau STR Anna Hötzel wird nach Frau OSR Romana Hoffmann neue Fachvorständin     

1979/80: Schulchor - in den 60er Jahren von Frau Prof. Grete Stürmer gegründet - unter der Leitung von Herrn Prof. Lindtner: Teilnahme beim Festwochenkonzert - Aufführung "Die Schöpfung"

Ernennung von Frau HR Mag Dr. Leopoldine Wospiel zur neuen Direktorin der Schule.

1980/81: Einführung einer neuen Schulform: Der 2- jährige Aufbaulehrgang ermöglicht den

Absolventinnen und Absolventen der Fachschule die Reifeprüfung abzulegen. Im 2. Jahr nützten 60 Schülerinnen und Schüler diese Möglichkeit.

1984/85: 1.102 in 38 Klassen wurden in der Straßergasse ausgebildet.

1984: Bestellung von Frau STR Paula Pfeisinger zur Fachvorständin

1986: Entwicklung einer Schulvignette in Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern

1987: Mitgliedschaft bei der A G Ö - Arbeitsgemeinschaft der Großküchen Österreichs

1988: Bestellung von Frau STR Anna Pitz zur Fachvorständin

1988/89: Verlängerung des Aufbaulehrganges auf 3 Jahre

1990: Schulpartnerschaft mit einer berufsbildenden Schule in Kaposvar / Ungarn.

1993: Neue Lehrpläne für die 5- jährige Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe und die Fachschule mit Ausbildungsschwerpunkten

1996/97: Neuer Ausbildungsschwerpunkt Kulturtouristik, neue Lehrpläne im Aufbaulehrgang

1996: 1. Preis in einem Wettbewerb mit dem Projekt "1000 Jahre Österreich"

1997: Bestellung von Frau OSR Evelyne Reigl zur Fachvorständin
Neues Schullogo

2005: Pensionierung von HR Dir. Mag. Dr. Leopoldine Wospiel

2006: Übernahme der provisorischen Leitung Prof. Mag. Elisabeth Müllern

2006: Bestellung von Mag. Gabriele Hohensinner zur Direktorin der HLW 19

2009: 40 Jahre Straßergasse - Ein Blick in die Zukunft

2010: Bestellung von Frau Dipl.-Päd. Andrea Krieger BEd. zur Fachvorständin