Die Klasse 3HSD auf den Spuren des jüdischen Lebens in Wien
Am Donnerstag, den 19.3., unternahm unsere Klasse im Rahmen des Geschichtsunterrichts einen Lehrausgang, bei dem wir uns mit dem jüdischen Leben und der Zeit im Nationalsozialismus in Wien beschäftigten. Zuerst ging es in die Brotfabrik, in den 10. Gemeindebezirk. Dort wurde das Theaterstück: „Weiter leben. Eine Jugend“ von Ruth Klüger aufgeführt. Zwei junge Schauspielerinnen (Theater Iskra) verkörperten das Leben Ruth Klügers in ihrer frühen Kindheit in den 30-er Jahren in Wien und ihrer Deportation in drei Konzentrationslager. „Ich komm nicht von Ausschwitz her, ich stamm aus Wien“, ist ein zentraler Satz aus dem Buch und dem Theaterstück, in dem sich die jüdische Holocaustüberlebende wehrte, nur als Opfer und ihre Zeit in Konzentrationslagern definiert zu werden. Das Theaterstück war sehr bewegend und hat die Ereignisse aus einer besonders interessanten Perspektive gezeigt. Es hat uns dazu gebracht, intensiver über die damalige Zeit nachzudenken. Im zweiten Teil nahmen wir an einem interaktiven Stadtspaziergang durch das jüdische Wien teil. Dieser wird vom OeAD Programm ERINNERN:AT finanziert und durchgeführt. Auf mehreren Stationen wurde uns die Geschichte der jüdischen Bevölkerung Wiens und ihre Vertreibung im Nationalsozialismus nähergebracht. Dabei waren wir im zweiten Bezirk unterwegs und lernten viele Orte kennen, die wir vorher noch nicht kannten oder bewusst wahrgenommen hatten. Durch die interaktiven Aufgaben konnten wir selbst aktiv mitarbeiten, was den Stadtrundgang besonders interessant und abwechslungsreich machte. Insgesamt war die Exkursion eine lehrreiche Erfahrung, bei der wir nicht nur viel Neues gelernt haben, sondern auch einen anderen Blick auf die Geschichte und unsere Stadt bekommen haben.
TEXT: Elena Dragović und Tamara Pinter-Kelih






